Jama – Susques – Pumamarca – Cerro de Siete Colores – Quebrada de Humamarca – Tilcara – San Salvador de Jujuy

 

Jama bis Susques

 

Am 7. August 2018 haben wir in Jama die Grenze nach Argentinien überquert. Unser erster Lagerplatz in Susques erfüllt seinen Zweck und ist besser als gedacht. In der Nachbarschaft ein Esel, dessen toter Kollege leider auch hier liegen gelassen wurde.

 

 

 

Pumamarca

 

Der Weg von Susques nach Pumamarqua führt vorbei an bunten Bergen, Salzebenen und Hochplateaus. Am Salitral Grande bleiben wir stehen um uns einen kleinen Vorgeschmack auf den Salar de Uyuni zu holen. Einige Touristenbusse haben hier angehalten und deren Insassen machen die Gegend mit ihren Selfie-Sticks unsicher.

 

Die Ruta 52 steigt hier wieder auf 4.000 Höhenmeter an, wir fahren steile Serpentinen nach oben und wieder hinunter – sehr malerisch ist diese Straße. Beim genauen Hinsehen kann man überall in dieser Bergwelt kleine Hütten, Lamas, Ziegen oder Esel entdecken.

 

Das kleine Dorf Pumamarqua ist ursprünglich eine Inka Siedlung gewesen – sein Hausberg der „Cerro de Siete Colores“ überragt mit seinem gleichnamigen Farbenspiel den Ort. Im Ortszentrum um die Plaza de 9 de Julio herrscht reges Treiben – wie in den meisten Orten in Jujuy überwiegt auch hier die indigene Bevölkerung, die die typischen „Artesanales“ wie bunte Tücher, Schals, Pullover, Taschen etc. anbietet. Der Berg, der unserer Meinung nach sehr viel mehr als sieben Farben zu bieten hat, zeigt sich von seiner besten Seite – wir fotografieren viel und beschließen wieder zukommen, um ein paar Mitbringsel zu kaufen – doch jetzt wollen wir weiter Richtung Quebrada de la Humahuaca.

 

 

Quebrada de la Humahuaca

 

Die Quebrada de la Humahuaca zieht sich über ca. 130 km von Jujuy nach Humahuaca und beginnt auf 1.552 m Seehöhe und endet auf 2.939 m. Diese Schlucht diente den Urvölkern als Verbindung zwischen dem Altiplano und den im Tal gelegenen Gebieten. Seit 2003 ist diese bunte Quebrada UNESCO Welterbe. Bei Uquia finden wir unseren nächsten Lagerplatz – am Eingang zur Quebrada de las Senoritas – diese erstrahlt in leuchtendem rot – wir kriegen uns ob des Farbenspiels kaum ein. Wieder sind wir auf fast 3.000 Höhenmetern, es ist relativ kühl und wir trinken unser Lagerbier nach gründlicher erster Erkundungstour gerne im Zebra. Von hier aus ist es auch viel einfacher die einheimischen Touristen zu beobachten, die scheinbar keinerlei Interesse an dieser Naturschönheit haben – dem Sprung aus dem Auto mit dem Selfie-Stick folgt lediglich der prüfende Blick, von welcher Position aus man sich am besten ins Bild rücken könnte – kein Genießen, kein Innehalten.

 

Am nächsten Morgen wandern wir dann diese kleine Quebrada bis ans Ende – es ist sehr heiß tagsüber und bei 3.000 Höhenmetern für uns ein bisschen anstrengend. Auch Gizmo ist schnell außer Atem und sucht jeden möglichen Schatten um dort jeweils auf uns zu warten. Danach fahren wir die Quebrada de la Humahuaca bis Tres Cruzes, vorbei an karger Landschaft mit Kakteen, Dornbüschen, wenigen Rinnsalen, aber immer entlang der leuchtend bunten Berge. Am späten Nachmittag kehren wir dann wieder an unseren Lagerplatz an der Quebrada de las Senoritas zurück. Nach Souvenirkäufen an Ständen der Indios in Urquia und Pumamarca bzw. dem Besuch von Tilcará – hier gibt es eine alte Wehranlage aus der Pre-Inca Zeit – setzen wir unsere Reise fort Richtung San Salvador de Jujuy bzw. Salta.

 

 

Ruta 9 bis Salta

 

Am 11. August 2018 verlassen wir unseren etwas „lebhaften“ Notlagerplatz an einem Staudamm und setzen unsere Fahrt auf der Ruta 9 Richtung Salta fort. Der kurvige, sehr schmale Weg führt wieder auf ca. 1.500 m Höhe. Am Beginn der Strecke wird man von der Polizei angehalten und darüber informiert, dass die Strecke lediglich 1,5 Fahrspuren breit ist. Wir dürfen passieren, haben aber von anderen Overlandern gelesen, dass man sie in der Hochsaison mit zu großen Fahrzeugen nicht passieren ließ. Die Strecke ist toll – malerisch fährt man die Kurven durch die hügelige Landschaft. Dichte Vegetation, Schlingpflanzen und Orchideen, die als Schmarotzer auf den Bäumen blühen und gedeihen. Am Ende dieser Strecke spuckt uns die Idylle aus und wir befinden uns in Salta Stadt. Wir waren uns nicht so recht einig, ob wir die Stadt besichtigen wollen oder nicht, entschließen uns dann aber dagegen und stocken nur unsere Vorräte auf. Wir haben beide irgendwie das Gefühl, dass wir weiter wollen – wir haben ja ohnehin noch 2 bis 3 für uns wichtige Punkte am Weg Richtung Brasilien eingeplant. Außerdem hat Gizmo nun schon einige Zeit nicht mehr frei laufen können, dicht besiedeltes Gebiet und dadurch bedingt viele Straßenhunde haben seine Freiheit sehr eingeschränkt.

 


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